Friction
Geistige Umnachtung in der Wohlstandsgesellschaft

Manchmal wünschte ich, ich wüsste weniger über die Welt, die Gesellschaft, über gefährliche Strahlung und vergiftete Abwässer. Manchmal wünschte ich, ich würde unbedarft durch die Welt gehen, vielleicht so, wie viele in meinem Dorf, meiner Gemeinde ... ich möchte mir keine Gedanken machen müssen über politische Korrektheit und darüber, meine Intelligenz nicht sinnvoll einzusetzen ... ich möchte weg von dem Druck, der aufgrund meiner Talente auf mir lastet und weg von dem Druck, den das Wissen verursacht.

Andererseits verachte ich das geistige Proletariat, die, die seit 10 Jahren kein Buch mehr lasen, die Politik scheiße finden dürfen, ohne selbst Verbesserungsvorschläge zu bringen. Und ich hasse, dass ich manchmal den Wunsch hege, wie eine von diesen zu sein. Ich hasse meine eigene Untätigkeit, die Paradoxität des Ehrgeizes und der Fauheit. Doch am meisten hasse ich es, dass mein Hass nicht ausreicht, um mich zu verändern. Ich hasse das Nichtvorhandensein starke Gefühle wie Hass, denn nur diese Geühle helfen doch dem Menschen, Dinge zu tun, die ihn in Erinnerung behalten.

Es ist am schlimmsten, zu wissen, dass man das Talent und die Intelligenz zu höherem hätte, doch die Wohlstandsgesellschaft und, um nicht alles auf die Allgemeinheit zu schieben, die eigene Faulheit dich daran hindern. Man überlege, wie viel Wissen und Fortschritt dadurch verloren gehen ... und man stelle fest, wie egal das ist.


Lied des Tages:

Clueso - Wart mal


Weil er trotz dem inneren Schweinehund etwas zustande bringt.
29.12.06 23:43
 


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