Friction
30.12.06 00:46


Geistige Umnachtung in der Wohlstandsgesellschaft

Manchmal wünschte ich, ich wüsste weniger über die Welt, die Gesellschaft, über gefährliche Strahlung und vergiftete Abwässer. Manchmal wünschte ich, ich würde unbedarft durch die Welt gehen, vielleicht so, wie viele in meinem Dorf, meiner Gemeinde ... ich möchte mir keine Gedanken machen müssen über politische Korrektheit und darüber, meine Intelligenz nicht sinnvoll einzusetzen ... ich möchte weg von dem Druck, der aufgrund meiner Talente auf mir lastet und weg von dem Druck, den das Wissen verursacht.

Andererseits verachte ich das geistige Proletariat, die, die seit 10 Jahren kein Buch mehr lasen, die Politik scheiße finden dürfen, ohne selbst Verbesserungsvorschläge zu bringen. Und ich hasse, dass ich manchmal den Wunsch hege, wie eine von diesen zu sein. Ich hasse meine eigene Untätigkeit, die Paradoxität des Ehrgeizes und der Fauheit. Doch am meisten hasse ich es, dass mein Hass nicht ausreicht, um mich zu verändern. Ich hasse das Nichtvorhandensein starke Gefühle wie Hass, denn nur diese Geühle helfen doch dem Menschen, Dinge zu tun, die ihn in Erinnerung behalten.

Es ist am schlimmsten, zu wissen, dass man das Talent und die Intelligenz zu höherem hätte, doch die Wohlstandsgesellschaft und, um nicht alles auf die Allgemeinheit zu schieben, die eigene Faulheit dich daran hindern. Man überlege, wie viel Wissen und Fortschritt dadurch verloren gehen ... und man stelle fest, wie egal das ist.


Lied des Tages:

Clueso - Wart mal


Weil er trotz dem inneren Schweinehund etwas zustande bringt.
29.12.06 23:43


http://www.marshfield.k12.wi.us/srhi/default.htm

Meine wundervolle Schule, hier in Amerika.

Und heute ist der letzte Tag. Hier. In Marshfield. Bei all diesen tollen Leuten. Das deprimiert mich ungemein. Heute sind wir durch die Schule gerannt und haben alle schoenen Leute photografiert ... Und interessante Bekanntschaften geschlossen, und die will ich ehrlichgesagt nicht jetzt und einfach so verlieren.

Das ist das schlechte am Reisen: Man lernt so tolle Menschen kennen, aber muss sie verlieren. Und niemals wieder sehen.


Darum bin ich froh, wenn wir hier weg sind. Dann bin ich nicht mehr traurig. Und meine dumme Gastfamilie muss ich dann auch nicht mehr sehen.

Komisch, irgendwie kein schoener Blogeintrag. Ich hab zu wenig Zeit um mich zu konzentrieren. Und bin zu muede. Hoffentlich bald wieder.
19.4.06 21:36


Ich moechte sie nicht verlieren. Diese wundervolle Familie. Alec's Familie.

Das ist die erste Familie, die mit meiner eigenen mithalten kann.

Zumindest scheinbar.
17.4.06 05:04


Mitlerweile gefaellt es mir sehr gut, im weit entfernten Amerika ... Ich vermisse nur etwas das Zuhause, mit Ostern und allem. Aber hier ist es toll. Ich versteh mich mit Kelsi mitlerweile gut, sie sich mit mir glaub ich auch, und wir unternehmen verschiedene sachen, fahren in staedte ... und amerika ist verrueckt. einfach nur verrueckt. aber fuer ne zeit lang koennte man es vielleicht sogar hier aushalten ;>
15.4.06 04:48


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